DSP (Demand-Side Platform)

Aktualisiert: 6. März 2026

Definition: Was ist eine DSP?

Eine DSP ist eine Plattform, über die Werbetreibende programmatisch Anzeigenflächen in Echtzeit einkaufen. Sie verbindet Datenquellen, Gebotslogik sowie Budget- und Frequenzsteuerung, um definierte Ziele wie CPA, ROAS oder Reichweite zu erreichen. Im Unterschied zur SSP, die Inventar verkauft, kauft die DSP auf der Nachfrageseite einzelne Impressionen ein.

Zweck

Mediaeinkauf automatisieren, Zielgruppen präzise erreichen und Budgets effizient einsetzen, kanal- und inventarübergreifend (Display, Video/CTV, Audio, DOOH).

Wie funktioniert eine DSP?

Die DSP empfängt Bid Requests, zum Beispiel via OpenRTB, von Exchanges und SSPs. Sie bewertet sie anhand von Targeting, Daten- und Qualitätsregeln, berechnet ein Gebot (First-Price ist üblich) und liefert bei Zuschlag das Werbemittel aus. Consent- und Privacy-Signale (TCF, GPP) sowie Transparenz-Standards (sellers.json, schain) fließen in die Entscheidung ein. Reporting und Optimierung steuern anschließend Pacing, Frequency und Zielerreichung.

Beispiel aus der Praxis

Eine Retail-Kampagne mit Ziel-CPA nutzt 1st-Party-Segmente. Die DSP priorisiert Lieferketten mit hoher Win-Rate und stabiler Qualität, begrenzt Kontakte pro Haushalt und optimiert Gebote auf den Ziel-CPA.

Siehe auch: SSP • Ad Exchange • OpenRTB • SPO • Frequency Capping